Schule und Distanzunterricht

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Wisst ihr eigentlich, dass ich momentan an einer Schule arbeite? Als Schwangerschafts-vertretung, Tandem-Partnerin und Nachmittagsbetreuung. 2 Tage die Woche. Perfekt, um mit Kids und Erwachsenen connected zu bleiben, mich ein wenig fortzubilden, in den lockdown-Monaten Geld zu verdienen und ja – genau – kreativ zu sein.

Insbesondere bei der Betreuung einer Ganztagsklasse am Nachmittag mit dem großen Thema MINT können wir – die Schüler und ich – total kreativ sein.

Solange wir uns noch gesehen haben, haben wir uns mit Plastikmüll beschäftigt, waren Müll sammeln und haben Naturkosmetik gekocht (was auch Müll spart). Ud wusstet ihr eigentlich, dass schwarze Duschgelflaschen bei der Müllsortierungsanlage nicht erkannt, daher nicht aussortiert und der Wiederverwertung zugeordnet werden können? Also, ich kauf keine mehr (dusch mich eh nur mit Seife, aber mein Mann…).

Seit Januar dürfen die SchülerInnen zuhause im Distanzunterricht kleine Versuche durchführen – so langsam werden sie routiniert. Und mir macht es total Spaß, ihre Ergebnisse und Beiträge zu hören. Vorher mache ich die Versuche natürlich selbst und manchmal gibt es dann auch kleine selbstgedrehte Videos dazu.

Diese Woche schicke ich sie raus zum Spurensuchen… Und dann spielen wir Sherlock Holmes und Watson.

Ich merke, dass auch mir das gut tut und glaube fest, dass Distanz-Unterricht sich nicht darin erschöpfen darf, so viel als möglich vom normalen Unterricht durchzupauken. Die Schüler dieses Jahrganges werden sich im Vergleich zu coronaunbehelligten Zeiten weniger Lehrplaninhalte reinpauken können – dafür aber ganz andere Kompetenzen trainieren als ihre Vorgänger.

Ein menschliches Gehirn ist nur merkfähig, wenn die menschlichen Grundbedürfnisse erfüllt sind – und das Grundbedürfnis nach Sicherheit ist nicht nur rationell zu befriedigen, sondern auch emotional. Den SchülerInnen die Angst nehmen, sie könnten nach Schulabschluss wissensmäßig schlechter dastehen, ihnen den „Wissens-Aneignungsdruck“ nehmen und Mut zusprechen, die den momentan anstehenden Anforderungen entsprechenden Kompetenzen zu erwerben und sich dadurch zu qualifizieren, wäre cool.

Ich gebe zu, das ist total unausgegoren und nicht durchdacht – eher noch eine Idee meiner Gedankenrichtung – aber ich bleibe mal dran in der Hoffnung, ich kann mich bald besser formulieren.

Gebt doch ihr mal nen Kommentar dazu ab.

Danke.

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